Mm HLT Ln Fs (Mama hält Lena fest)

„Oh. Mein Gott! Mein Kind hat LRS!“ Bitte lassen Sie solche Gedanken. In vielen Fällen wäre das einfach nicht wahr. Für einen Erstklässler zum Beispiel sind solche Schreibungen völlig normal. Auch in Klasse 2 können wir viele Kinder mit solchen Schriftversuchen entdecken – vor allem beim freien Schreiben.

Natürlich brauchen Kinder verstärkt Unterstützung, sollte sich die Rechtschreibung nicht bessern. Eine Krankheit oder allg. Entwicklungsverzögerung steckt aber nicht zwangsläufig dahinter.

Unser Alphabet besteht aus Vokalen (a,e,i,o,u) und Konsonanten (n,m,p,t,r,…). Vokale treten in der Wahrnehmung gesprochener Sprache in den Hintergrund. Die Konsonanten dominieren. Daher verschriftlichen Schreibanfänger erst einmal nur die dominanten Konsonanten.

(In der arabischen oder hebräischen Schriftsprache ist dies sogar die Regel. Hier existieren Konsonanten in der geschriebenen Sprache nicht. Es handelt sich um reine Konsonantenschriften.)

Auch die Orientierung von links nach rechts ist rein willkürlich gesetzt und kein Zeichen von Intelligenz oder Können. So lesen sich arabische und hebräische Schriften von rechts nach links, was bei Leseanfängern mit entsprechendem Migrationshintergrund und Vorleseerfahrung im Elternhaus zu berücksichtigen ist.

Wie überwinden wir die Phase der Skeletschrift?

Üben, üben, üben – immer unter der Voraussetzung, den Kindern den phonologischen Zusammenhang von Buchstaben und Lauten zu verdeutlichen –  ist der entscheidende Faktor beim Überwinden dieser Phase.

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